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Umgang mit den unerwarteten Auswirkungen der längerfristigen provisorischen Unterbringung in Zeiten von COVID-19

Published: Donnerstag, 28. Mai 2020
John O'Connell

Da COVID-19 eine weltweite Umzugspause ausgelöst hat, waren einige Unternehmen verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine längerfristige provisorische Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Die Gründe für die Notwendigkeit einer längerfristigen provisorischen Unterbringung unterscheiden sich, aber die Auswirkungen für die Organisationen, die mit der Bewältigung der sich daraus ergebenden Herausforderungen betraut sind, gleichen sich im Allgemeinen. Im Folgenden untersuchen wir einige Ursachen für den aktuellen Bedarf an längerfristigen provisorischen Unterkünften in Zeiten der COVID-19-Pandemie – und wir einige Vorschläge zur Bewältigung der daraus resultierenden, unerwarteten Auswirkungen.  

Gründe für die Notwendigkeit einer längerfristigen provisorischen Unterbringung

Die Gründe, aus denen Beschäftigte in längerfristige provisorische Wohnsituationen gezwungen wurden, sind vielfältig. Im Folgenden untersuchen wir einige gängige Szenarien:

  1. Unterbrochene Umzüge – Viele Beschäftigte befanden sich mitten im Umzug, als die Pandemie ausbrach, sodass sie sich in der Schwebe befinden. Einige Angestellte haben ihren Herkunftsort nie verlassen, aber ihr vorausgeschickter Hausrat befindet sich nun in unerreichbar Lagercontainern – meistens in weit entfernten Häfen, die unzugänglich sind. Andere Mitarbeiter haben sich an Übergangsstandorten wiedergefunden und konnten weder an ihre Herkunftsorte zurückkehren noch an ihre Zielorte weiterziehen. Wieder andere hatten ihre Umsiedlungen abgeschlossen, wurden aber gebeten, aus "heißen Zonen" zu evakuieren und an ihren Ausgangsort zurückzukehren, wo allerdings kein Zuhause auf sie wartete.
  2. Gesetzlich vorgeschriebene Quarantänen – Ob sie nun an ihren Herkunftsort zurückkehren oder mit der Wiedereröffnung bestimmter Gebiete an ihren Arbeitsplatz weiterreisen: Viele Mitarbeiter haben eine zweiwöchige oder längere Quarantänezeit durchlaufen, bevor sie in ihr langfristiges/permanentes Zuhause zurückkehren oder dieses sichern.
  3. Wohnungsprobleme – Einzelpersonen, die Eigenheime besitzen, haben erkannt, dass sich COVID-19 auf alle Wohnungsmärkte ausgewirkt hat.Das hat dazu geführt, dass einige Mitarbeiter Verzögerungen beim Verkauf ihrer Häuser hinnehmen mussten, während andere auf Hürden und Sackgassen beim Abschluss des Zielorts gestoßen sind. Wenn bei Angestellten oder Familienmitgliedern – oder den Hausverkäufern und deren Familienmitgliedern – das Virus diagnostiziert wird, sind sie physisch nicht in der Lage, ihre derzeitigen Wohnungen zu verlassen und/oder in neue Wohnungen zu ziehen. Personen, die am neuen Standort mieten wollen, sind ebenfalls von verschiedenen Umständen betroffen, wie z. B. staatlichen Einschränkungen hinsichtlich der persönlichen Bereitstellung von Miethilfe und/oder der Trend zu virtueller Unterstützung im Interesse von Gesundheit und Sicherheit.Außerdem wurden in einigen Ländern die Umzugsdienste schlicht und ergreifend ganz pausiert.
  4. Auswirkungen auf den Schiffsverkehr und die Häfen – Auf der ganzen Welt haben Häfen und andere Umschlagplätze vorübergehende Schließungen und/oder Personalengpässe erlebt, sodass Container mit Haushaltswaren in ausgedehnten Warteschleifen festhängen, ohne dass ihre Besitzer sie zurückholen können. In diesen Situationen können Lagergebühren und Rollgeld anfallen.
  5. Einwanderungsprobleme – In einigen Fällen wurden Beschäftigte während des Zeitraums, in dem ihr Visum und/oder ihre Arbeitserlaubnis ablaufen sollten, in Quarantäne gestellt. In anderen Fällen hat sich die Verlängerung des Visums und der Genehmigungen verzögert, da die Gemeinden, die diese Genehmigungen verwalten, in dieser Zeit unterbesetzt oder geschlossen sind.

Trotz anfänglicher Bedenken der Kunden, dass es einen Mangel an verfügbaren provisorischen Wohneinheiten geben könnte, hat SIRVA keinen Mangel an Inventar festgestellt. Es gibt jedoch eine Reihe von Herausforderungen, die sich für Unternehmen aus den oben genannten Szenarien ergeben haben. Dazu gehören z. B. unerwartete Kostenerhöhungen für die provisorische Unterbringung sowie größere administrative Verantwortung und Sicherheitsbedenken. SIRVA hat vier Handlungsschritte ermittelt, die Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen in Betracht ziehen sollten. 

  1. Überprüfung, Priorisierung, Planung und Prognose – Da sich die regionalen Reaktionen auf COVID-19 noch immer ändern – und dies für einen unbestimmten Zeitraum auch weiterhin tun werden – ist es wichtig, über alle Faktoren informiert zu bleiben, die sich während der Remobilisierung auf die umziehenden Mitarbeiter eines Unternehmens auswirken. Dazu gehören geografisch-spezifische Trends hinsichtlich der Einwanderung, die Art und Weise, wie die Dienstleistungsanbieter am Zielort ihre Dienstleistungen anbieten werden, Veränderungen auf dem Immobilienmarkt usw. Die Interessenvertreter sollten auch klar definieren, was die Unternehmensziele für die Remobilisierung sein werden.Auf diese Weise können alle Pläne für den Umzug von Mitarbeitern aus provisorischen Unterkünften in Erwägung gezogen und diese Pläne anhand organisatorischer Ziele bewertet werden, um die optimale Zeiteinteilung zu gewährleisten.Wenn die Interessenvertreter des Unternehmens beispielsweise feststellen, dass es dringend notwendig ist, 20 Mitarbeiter im nächsten Quartal an mehrere Zielorte zu verlegen, 11 weitere Mitarbeiter aber später versetzt werden können, würde dies mehr Zeit für die Recherche und Priorisierung der dringenderen Umzüge schaffen.

    Sobald Anbieter und Partner ihre Arbeit wieder aufnehmen, wird eine "neue Mobilitätsnormalität" herrschen – und die Bedingungen, Einschränkungen und Anforderungen werden sich von einem Reiseziel zum anderen stark unterscheiden. Da die Meilensteine der Mobilität voneinander abhängen, profitieren die Beteiligten von der engen Zusammenarbeit mit ihren Mobilitätspartnern; diese Partner können helfen, sich entwickelnde Bedingungen vorauszusehen und sich an diese anzupassen. Erfahrene Mobilitätspartner haben eine direkte Beziehung zu inländischen Lieferanten und Fachkräften. Gemeinsam können sie zu einer reibungsloseren Remobilisierung beitragen und Unternehmen dabei unterstützen, die mit Unsicherheit, verpassten Meilensteinen, Kurskorrekturen und Ineffizienz verbundenen Kosten zu minimieren.

  2. Nutzen Sie Firmenwohnungen / selbstverwaltete Immobilien Ihres Mobilitätspartners – Einige Mobilitätsanbieter besitzen und/oder verwalten Einrichtungen, die Unternehmen kostensparende provisorische Unterbringungsmöglichkeiten bieten. Bei SIRVA zum Beispiel bieten wir nicht nur qualitativ hochwertige Wohnungen zu wettbewerbsfähigen Preisen an – unsere Fachkräfte für Firmenwohnungen und unser Netzwerk aus erstklassigen Partnern in jeder Region bleiben auch über das verfügbare Wohnungsangebot und die Zustände unter den von unseren Kunden bevollmächtigten Personen auf dem Laufenden. Dies ermöglicht uns, selbst unter den herausforderndsten Umständen kreative Lösungen zu finden. Eine enge Zusammenarbeit mit Mobilitätspartnern kann den Interessenvertretern des Unternehmens dabei helfen, erschwinglichere Alternativen für ihre provisorischen Wohnbedürfnisse zu finden.
  3. Angemessene Hygienemethoden sicherstellen – Für die Sicherheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter sollten die Entscheidungsträger des Unternehmens die Immobilien immer gründlich überprüfen, was ein Verständnis für die Schritte, die Managementunternehmen zur Reinigung und Desinfektion zwischen den einzelnen Mietern/Gästen unternehmen, miteinschließt.Auch hier kann und sollte der Mobilitätspartner eine wichtige Rolle spielen, indem er die wichtigsten Anforderungen an die erforderlichen Wohnverhältnisse kommuniziert und bei der Bewertung ihrer Einhaltung hilft.
  4. Erwägen Sie, die Kosten für die provisorische Unterbringung durch Änderung anderer Programmkomponenten auszugleichen – Die mit einer längerfristigen provisorischen Unterbringung verbundenen Kosten haben viele Arbeitgeber während der Pandemie überrascht. Auch wenn längerfristige Wohnvorkehrungen oft notwendig geworden ist, ist zu beachten, dass es durchaus Änderungen gibt, die am Umzugsprogramm eines Unternehmens vorgenommen werden können, um diese zuvor unerwarteten Kosten auszugleichen. Wir empfehlen Interessenvertretern der Unternehmen, ihre Mobilitätspartner um Rat- und Vorschläge zu bitten.

Da sich Unternehmen in Zeiten der COVID-19-Pandemie mit den beispiellosen Wohnbedürfnissen ihrer Mitarbeiter auseinandersetzen müssen, können Mobilitätspartner verlässliche Unterstützung und innovative Lösungen bieten – sowohl bei der Sicherung provisorischer Unterkünften als auch für das Management beim Übergang in längerfristige Unterkünfte.

Weitere Informationen darüber, wie SIRVA bei der provisorischen Unterbringung und den damit verbundenen Herausforderungen behilflich sein kann, kontaktieren Sie uns unter concierge@sirva.com.  

Da COVID-19 eine weltweite Umzugspause ausgelöst hat, sehen sich die Unternehmen mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert, die sich aus der Notwendigkeit einer vorübergehenden Unterbringung ihrer Mitarbeiter ergeben.